Urner Kantonales Schwingfest

Geschrieben von Luzerner Kantonal-Schwingerverband

Sonntag, 28. Mai 2017, in Altdorf

Sven Schurtenberger erbte den Festsieg

Der Rottaler Sven Schurtenberger aus Buttisholz erbte am Urner Kantonalen Schwingfest nach einem gestellten Schlussgang als lachender Dritter den Festsieg. Vom Luzerner Verband durften sich sechs Schwinger mit Eichenlaub auszeichnen lassen.

Bericht von Erwin Schwarzentruber

Das Urner Kantonale Schwingfest in Altdorf erfüllte die hohen Erwartungen. Bei herrlichem Frühlingswetter konnten 3000 Zuschauer mitverfolgen, wie sich die zehn Eidgenossen im 201-köpfigen Teilnehmerfeld eine spannende Ausmarchung um den Tagessieg lieferten. Freuen konnten sich die gastgebenden Urner aber nur über das Jubiläum «100 Jahre Urner Kantonaler Schwingerverband». In den fünf Sägemehlringen auf der Sportanlage Feldli dominierten nämlich die Gäste aus den anderen Innerschweizer Kantonalverbänden. So standen mit Philipp Laimbacher ein Schwyzer und mit Benji von Ah ein Obwaldner im Schlussgang. Als lachender Dritter erbte schliesslich mit Sven Schurtenberger ein Luzerner den Festsieg. Von den 31 abgegebenen Kränzen sicherten sich die Schwyzer 7 Exemplare, gefolgt von Luzern und Uri (je 6), Ob- und Nidwalden (5), Zug (4) und den übrigen Gästen (3). Von den vier Neukranzern durfte sich auch Marco Schmidiger vom Schwingklub Wolhusen zum ersten Mal Eichenlaub aufsetzen lassen. Nebst Schurtenberger und Schmidiger liessen sich von den Luzernern noch Philipp Gloggner, Marco Fankhauser, David Egli und Roman Zurfluh mit Eichenlaub auszeichnen.

Schurtenberger lachender Dritter

Der 25-jährige Rottaler Eidgenosse Sven Schurtenberger aus Buttisholz feierte in Altdorf, nach den Luzerner Kantonalfestsiegen 2013 und 2016, seinen dritten Kranzfestsieg. Er profitierte als lachender Dritter vom gestellten Schlussgang zwischen Philipp Laimbacher und Benji von Ah. Dank einer abschliessenden Maximalnote gegen den Urner Spitzenschwinger Matthias Herger vermochte er die beiden Schlussgangteilnehmer noch punktemässig zu überholen. «Dieser Festsieg bedeutet mir sehr viel, vor allem weil er auswärts zu Stande kam. Das ist ein sehr schönes Gefühl», freute sich der mittlerweile 25-fache Kranzschwinger. Auf die Frage, ob er gewusst habe, dass er bei einem gestellten Schlussgang den Festsieg erben könnte, meinte Schurtenberger: «Ja, ich habe es gewusst. Die beiden Schlussgangteilnehmer haben sich praktisch während zehn Minuten neutralisiert. Das war mein Glück.» Dem weiteren Saisonverlauf sieht der 189 Zentimeter grosse und 135 Kilogramm schwere Gartenbauer zuversichtlich entgegen: «Es läuft immer besser. Langsam nähere ich mich meiner Form vom letzten Jahr. Dieser Triumph stärkt mein Selbstvertrauen.»